Was man als Tanzcoach für Jugendliche können und wissen muss, haben 15 Jugendliche und junge Erwachsene seit Oktober in einer Fortbildung der Jugendförderung im Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt gelernt. Neben tänzerischem Können wurden Themen wie Gruppenleitung, Motivation, Konfliktlösung, rechtliche Fragen, der Aufbau einer Show oder die didaktische Planung eines Trainings thematisiert. Dafür haben sich die angehenden Tanzcoachs bisher an drei Sonntagen in den Jugendhäusern Herzogenried, Vogelstang und Erlenhof zum Training mit erfahrenen Pädagog*innen und Tanztrainer*innen getroffen.

Bei der letzten Trainingseinheit am Sonntag, 2. Februar, im Jugendhaus Herzogenried befassen sich die Teilnehmenden abschließend unter anderem mit der Hip-Hop-Geschichte und verschiedenen Tanzstilen. Zum Abschluss werden sie mit Zertifikaten für ihre erfolgreiche Teilnahme am Coaching ausgezeichnet.
 
Streetdance boomt seit über 20 Jahren in der Jugendszene. In vielen Mannheimer Jugendeinrichtungen trainieren Tanzgruppen, oft auch in Eigenregie. „Als Jugendförderung wollen wir gezielt junge Menschen befähigen, sich mit ihren Stärken zu engagieren und ihr Umfeld mitzugestalten. Durch das Coaching werden die Teilnehmenden in ihrem Selbstvertrauen gestärkt, sich vor einer Gruppe zu behaupten und ein Team anzuführen“, erklärt Klemens Hotz, Abteilungsleiter der Jugendförderung. „Eines der großen Ziele der außerschulischen Bildung, wie wir sie anbieten, ist es, solche life skills zu fördern – Jugendliche fit zu machen, damit sie als gestandene Persönlichkeiten ihren Lebensweg bewältigen und Verantwortung in der Gestaltung ihrer Lebenswelt übernehmen.“ Gleichzeitig werde damit nachhaltig der Fortbestand unserer jugendkulturellen Tanzszene erhalten.