Drucken

Jugendhilfeausschuss spricht sich für die Förderung des Jugendtreffs aus

Als Angebot der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit soll ab dem nächst möglichen Zeitpunkt ein Queerer Jugendtreff in Mannheim entwickelt und eingerichtet werden. Die Stadt Mannheim fördert das Angebot in den kommenden vier Jahren mit insgesamt rund 700.000 Euro. Das befürwortete der Jugendhilfeausschuss einstimmig bei einer Enthaltungen, die letzte Entscheidung liegt beim Gemeinderat.

Bereits bei den Haushaltsberatungen hatte der Gemeinderat beschlossen, in Mannheim einen Queeren Jugendtreff einzurichten. Im Sommer 2021 gab es mit der Eröffnung des Queeren Zentrum Mannheims e.V. (QZM) auch ganz konkret das räumliche Angebot, einen Jugendtreff umzusetzen. Aufgrund seiner großen Erfahrung mit der Zielgruppe – so werden bereits aktuell fünf Jugendgruppen angeboten – soll die Trägerschaft der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V. (PLUS) übertragen werden. Diese hat bereits ein differenziertes Konzept entwickelt, das als Grundlage für die Arbeit in einem Queeren Jugendtreff genutzt werden kann. Der Träger soll Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit entwickeln, die sich am Interesse der Zielgruppe orientieren. Das Angebot soll Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis unter 27 Jahren zu einer guten Freizeitgestaltung, der Beteiligung an außerschulischen Bildungsangeboten und dem Aufbau von persönlicher und sozialer Kompetenz anregen. Dabei sollen die besonderen Lebensbedingungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* sowie nicht-binären und queeren Jugendlichen und jungen Erwachsenen Berücksichtigung finden. Zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen soll (sozial-)pädagogische Unterstützung angeboten werden, die die soziale, berufliche, schulische Teilhabe fördert und zu mehr Chancengerechtigkeit führt.