Jugendhaus Schönau mit vereinten Kräften wieder aufbauen

Jugendhaus Schönau mit vereinten Kräften wieder aufbauen

Jugendhaus Schönau mit vereinten Kräften wieder aufbauen

Stellungnahme und Appell des Jugendhaus Schönau zu den Vorfällen in der Silvesternacht 2025/2026 an der Endhaltestelle Schönau. Solidaritätsaktion am 14. März.

In der Silvesternacht 2025/26 kam es im Jugendhaus Schönau zu erheblichen Sachbeschädigungen. Dabei wurden u. a. Scheiben eingeschlagen, Türen durch Steinwurf beschädigt sowie Inventar unter anderem durch Feuerwerkskörper aber auch durch rohe Gewalt zerstört. Vor allem der Treffpunktbereich (Café) und der Raum, der als Jugendkulturbühne dient, waren nicht mehr nutzbar. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 35.000,- Euro. Der entstandene Schaden betrifft aber nicht nur das Gebäude. Es ist auch ein großer immaterieller Schaden entstanden. Die Täter haben einen wichtigen Schutz-, Begegnungs- und Entwicklungsraum für Kinder und Jugendliche im Stadtteil Schönau angegriffen und beschädigt.

Seit vielen Jahren stellt das Jugendhaus Schönau einen zentralen Ort für offene Kinder- und Jugendarbeit dar und bietet damit jungen Menschen Orientierung, Beteiligung und soziale Unterstützung. Die Ereignisse machen deutlich, wie verletzlich eben genau solche Orte sind– und vor allem auch, wie wichtig es ist, sie gemeinsam zu stärken und zu schützen. Als Mitarbeiter*innen sind wir sehr betroffen, denn dieser Akt der Gewalt ist auch ein Zeichen der Missachtung unserer jahrerlangen Bemühungen um ein besseres Zusammenleben im Stadtteil Schönau.

Nach wie vor sind die Täter uns nicht bekannt. Auch ist nicht bekannt, ob die Personen aus dem Stadtteil kommen, welche Herkunft sie haben und aus welchem Grund diese Gewalt verübt wurde. WICHTIG ist, dass die Täter ermittelt werden und Konsequenzen folgen.

Wir sprechen uns aber deutlich dagegen aus, dass der Stadtteil oder die Jugend im Stadtteil unter einen Generalverdacht gestellt wird. Das wird den vielen respektvollen jungen Menschen, die wir bei unserer Arbeit kennengelernt haben, nicht gerecht. Verantwortlich sind allein die Personen, die in das Haus eingedrungen sind und darin gewütet haben.

Den Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Schönau ist eine Anlaufstelle genommen worden. Das merken wir jeden Tag. In der Zeit, in der wir uns im Haus aufhalten, renovieren, wiederherstellen und „NeuStarten“, kommen zahlreiche Gespräche zustande. Mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen/Eltern/ehemaligen Besucher*innen. Bestürzung und Unverständnis wird geäußert, aber auch Mitgefühl, Wertschätzung und Unterstützung gezeigt. Hilfe angeboten und Spenden gebracht.

Es zeigt uns, dass wir gesehen werden und, dass das Jugendhaus Schönau eben genau der zentrale Ort für offene Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil Schönau ist, der jungen Menschen Orientierung, Teilhabe, soziale Unterstützung und Spaß ermöglicht.